Summer Ale: Liechtenstein trifft Vorarlberg

Auf meiner Reise durchs Ländle machte ich auch einen Abstecher ins Fürstentum Liechtenstein und – wie konnte es anders sein – war eine meiner Stationen das Liechtensteiner Brauhaus. Im Industriegebiet von Schaan stieß ich auf eine kleine feine Brauerei, mit einem beachtlichen Sortiment an Bieren und mit einer speziellen Craftbierserie, die als Clubbiere mit den Nummern eins bis sechs angeboten wird. Bei den Clubbieren finden sich so reizvolle Sude wie ein Alpen-Paleale, ein White IPA, ein Coffee Stout, Hoppy Lager, ein Bock und ein Summer Ale. Ich hatte das Glück, den aus Berlin stammenden Braumeister Stefan Lika persönlich anzutreffen, der seit 2012 in Vaduz braut und vorher in Deutschland und der Schweiz braumäßig unterwegs war. So konnte ich einen Blick in die Brauerei werfen und hatte natürlich die Chance aus erster Hand das Sortiment des Brauhauses präsentiert zu bekommen. Und wie es der Zufall so wollte, traf ich auch einen Exil-Oberösterreicher an, der seit mehreren Jahren in Liechtenstein lebt und gemeinsam mit regionalen Hobbybrauern bei den Freunden der Liechtensteiner Braukunst aktiv ist. Eine schöne Überraschung, die zu einer kurzen Plauderei führte.

Bei den Bieren entschied ich mich für die sechs Clubbiere, die craftigen Vertreter des Liechtensteiner Brauhauses und für ein fassgereiftes Whisky Beer (das werd ich mal zu einem besonderen Anlass in aller Ruhe genießen).

Wie ihr demnächst in meinem Reisebericht über das bierige Vorarlberg lesen könnt, dürfen die Biere der Gebrüder Grabher aus Bregenz in so einem Artikel auch nicht fehlen. Neben dem Oanser Sudwerk, einem hellen Lager und dem Stout Imperial Lady, haben die Braubrüder auch ein saisonales Summer Ale im Sortiment.

Gerade nach diesem wunderbaren Sommer und dem erholsamen Urlaub dort war es naheliegend, die beiden Summer Ales aus Liechtenstein und Vorarlberg zu verkosten um mal zu erkunden, wie die Braumeister beider Brauereien den Sommer in die Flasche gebracht haben.

Liechtensteiner Brauhaus, Clubbier 06, Summer Ale

Alkohol: 4,0% vol.
Bittereinheiten: 34 IBU
Stammwürze: 10,2 Grad Plato

http://brauhaus.li/

Im Glas mittelporiger Schaum und ein sattes Goldgelb mit ganz schwacher Trübung, farbliche eine Reminiszenz an die Sommersonne.
Es folgt ein grasig-frischer Duft mit Noten von Mandel, Kokos, Marille und Weinbergpfirsich.
Im Antrunk finden sich leichte Brotnoten und ein Hauch Karamell. Trotz der leichten Malznoten bleibt das Clubbier spritzig mit Aromen von Zitrusfrüchten und Marille.
Das Mundgefühl kann mit folgenden drei Eigenschaften umschrieben werden: schlank, spritzig und erfrischend.
Nachtrunk: Es bleibt eine sommerlich-leichte Frische, die Hopfennoten kommen im Nachtrunk zunehmend mehr zur Geltung.

Grabhers Sudwerk, Summer Ale

Alkohol: 5,1% vol.
Bittereinheiten: 24 IBU

http://www.grabhers.com/

Ein sehr stabiler feinporig-cremiger Schaum krönt das goldgelbe Bier, bei dem eine Trübung klar erkennbar ist.
In der Nase erkenne ich Zitrus, Mango, Maracuja, Weitrauben und viele andere sommerlich-tropische Aromen.
Der Antrunk ist spritzig mit starker Rezenz und es sind wieder Zitrus- und tropische Fruchtaromen, hier auch Weißweinaromen erkennbar. Es folgt ein schlanker Körper mit angenehmer Säure.
Der Nachtrunk: kurz, aber die Spritzigkeit bleibt mit angenehmem Prickeln am Gaumen zurück, es folgt ein sanfter Hopfennachhall. Dieses Summer Ale scheint mir auch für Liebhaber spritziger Weißweine gut geeignet.

 

 

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